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Kaum ein Lebensbereich bleibt von der Digitalisierung gänzlich unberührt. Der technologische Fortschritt durch die sich stetig ausbreitende Digitalisierung verändert seit Jahren bzw. Jahrzehnten grundlegend immer mehr Bereiche des täglichen Lebens in nahezu jeder Region rund um den Globus. Arbeits- und Geschäftswelt, Wirtschaft und Verwaltung, Kunst, Kultur, Kommunikation, Reisen sowie viele emotionale, familiäre und zwischenmenschliche Beziehungen werden durch schier unzählige neue Mittel, Methoden und Möglichkeiten digitaler Anwendungen modifiziert und revolutioniert.

Innovative Kommunikationstechnologien verwandeln analoge in digitale Inhalte

Die Digitalisierung bedingt, befördert und beschleunigt dabei sowohl geschäftlichen als auch gesellschaftlichen Wandel, indem diverse digitale Technologien zur Rationalisierung von Geschäftsabläufen sowie der Steigerung der Produktivität zum Einsatz kommen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Umwandlungsprozesse analoger Daten in digitale Formate mithilfe entsprechend geeigneter elektronischer Geräte, welche Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Daten über digitale Netzwerke ermöglichen. So lassen sich zum Beispiel analoge bzw. physische Bilder, Fotos und Filme einscannen und als digitale Kopien auf dem Computer speichern und über das Internet verschicken. Dieses technische Prinzip kommt auch bei der Umwandlung eines Taschenbuches in ein E-Book zum Tragen.

Unternehmen und Verwaltungen nutzen digitale Infrastruktur bereits umfassend

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Während solche heute schon vielerorts alltäglichen Anwendungen den meisten Nutzern digitaler Dienste vertraut sind, gibt es jedoch darüber hinaus einige weniger offensichtliche Beispiele für digitale eine bereits existierende Infrastruktur, die vielen Menschen vielleicht noch nicht so bewusst sind. Wenn Sie etwa ein neues Telefon kaufen und das Gerät nach Einsatz der SIM-Karte sofort alle Ihre Kontakte und Fotos enthält oder wenn Sie bei Ihrer Bank oder im Krankenhaus anrufen und Ihre Kontohistorie oder Krankenakte automatisch angezeigt und gespeichert werden. Ebenso zeigt sich die Digitalisierung Wirtschaft bei der detaillierten Speicherung von Zahlungs- und Versanddaten im Versandhandel, sodass Sie nach der ersten Bestellung bei einem Unternehmen dort als Kunde geführt werden und in Zukunft keinerlei Angaben mehr zu Ihrer Person machen müssen. Die Anforderungen an den digitalen Wandel werden immer größer und immer mehr Menschen entscheiden sich zu einem Wirtschaftsinformatik Studium, um aktiv an der Digitalisierung mitzuwirken.

Wirtschaft und Verwaltung im digitalen Wandel

Die meisten Beobachter, Experten und Fachleute nennen als wichtigsten Haupteffekt der Digitalisierung Wirtschaft einen radikalen Wandel und erheblichen Bedeutungszuwachs der Kundenbedürfnisse sowohl in B2C- als auch B2B-Geschäftsmodellen. B2C- wie auch B2B-Unternehmen müssen gewerbliche, institutionelle sowie private Endkunden in den Mittelpunkt ihrer Marketing- und Vertriebsaktivitäten stellen, denn die überwältigende Mehrheit aller digitalen Geschäftsmodelle wird in Zukunft noch um einiges intensiver als zurzeit vom Endkunden bestimmt werden.

Generationenbedingter Serviceanspruch

Insbesondere im B2B-Bereich stellen die sog. „Millennials“ mit einem Durchschnittsalter von unter 35 Jahren, hoher Online-Affinität und ausgeprägten Rechercheerfahrungen im Netz schon heute annähernd die Mehrheit der neuen Entscheider auf der Kundenseite. Sie sind quasi mit dem Internet aufgewachsen, sind aus dem Privatleben Onlinekäufe gewohnt und erwarten von Lieferanten letztlich alle Leistungen, die sie aus dem B2C-Markt kennen. Für sie sind Bestellung sowie Beschaffung von Dienstleistungen, Gütern, Arbeitskräften und Waren über das Internet eine Selbstverständlichkeit, die sie schon von Kindesbeinen an kennen.

Arbeitsmarkt erfährt Umstrukturierungen

Neben diesen spezifischen Prognosen hinsichtlich des zukünftigen Verhältnisses zwischen Unternehmen (B2B) sowie Unternehmen und Kunden (B2C) verändert die Digitalisierung generell auch den Arbeitsmarkt von Grund auf. Der schon seit Anfang der 1990er-Jahre im internationalen Rahmen sich stetig verfestigende Trend, demzufolge Automatisierung und Digitalisierung zum weiteren Abbau von Arbeitsplätzen mit hohem Anteil an Routine und mittlerer Qualifikation führt, wird sich aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen, da diese Art von sich schematisch wiederholender Arbeit effizienter, günstiger und schneller von Maschinen oder Computern ausgeführt werden kann.

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Analog hierzu sinkt auch weiterhin der Bedarf an derartig charakterisierten Arbeitskräften in staatlichen Verwaltungen, da dort die gleichen Mechanismen zum Tragen kommen. Im öffentlichen Sektor erfolgt die Verwaltungsarbeit heute schon vielerorts nicht mehr auf dem Papier, sondern mithilfe elektronischer Aktenführung. Online-Verfahren für die Anträge von Bürgern sowie Mitteilungen von staatlichen Institutionen sind auf dem Vormarsch, wobei es aktuell jedoch noch qualitative und quantitative Unterschiede bei Angeboten, Akzeptanz und Bandbreite sowie Verbreitung von Land zu Land gibt.

Wie äußert sich Digitalisierung in der Wirtschaft?

Die Digitalisierung verändert Konsum, Produktion und Produktivität, Geschäftsmodelle, Präferenzen, relative Preise und ganze Volkswirtschaften und Arbeitsmärkte. Die genauen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wirtschaft hängen jedoch von der jeweiligen nationalen Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftspolitik sowie deren Institutionen ab. Es ist zurzeit noch nicht klar, ob die Digitalisierung die Unterschiede zwischen Ländern vertiefen oder verringern wird. Es ist jedoch interessant, dass der Grad der Digitalisierung in den Ländern der EU unterschiedlich ist und dass nur einige wenige Länder so digitalisiert sind wie die am stärksten digitalisierten Länder der Welt.

In den meisten Ländern der EU ist die Wertschöpfung der digitalen Sektoren heute noch wesentlich geringer als in den USA, wobei die digitale Wirtschaft des Euroraums etwa zwei Drittel der Größe der Vereinigten Staaten ausmacht. In den USA trägt allein der digitale Dienstleistungssektor so viel bei wie die gesamte digitale Wirtschaft im Euroraum. Die Größe des verarbeitenden IT-Sektors ist in den Vereinigten Staaten etwa doppelt so groß wie im Euroraum und sogar größer als in Ländern, die sich auf das verarbeitende Gewerbe spezialisiert haben, wie zum Beispiel Deutschland.

Digitale Infrastruktur

Insbesondere in Hinsicht auf die Digitalisierung der Verwaltungen in den EU-Ländern gibt es gleichermaßen große Unterschiede: Während etwa die baltischen und skandinavischen Staaten ihren Bürgern bereits eine Vielzahl von Online-Dienstleistungen anbieten, herrscht diesbezüglich in deutschen Bundesländern und Kommunen oft noch „digitale Steinzeit“. In Interviews und Stellungnahmen äußern sich internationale Investoren häufig recht erstaunt bis enttäuscht über den teils rudimentären Zustand der digitalen Infrastruktur und beklagen damit einhergehende Barrieren, Hindernisse und Verzögerungen.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass Digitalisierung Wirtschaft verändert und so durch jeweils besseren Zugang zu Kunden und Märkten zu Umsatz- und Wirtschaftswachstum führt, da mit digitalen Technologien Kundendaten besser erhoben und gespeichert werden sowie maßgeschneiderte Lösungen mit höherem Qualitätsniveau angeboten werden können. Die Digitalisierung erhöht auch die Flexibilität bei der Preisgestaltung gegenüber Konkurrenten und für Nachfragespitzen, womit die Gewinnspannen steigen. Sie vereinfacht Beschaffung und verhindert Verschwendung und erleichtert den Informations- und Wissensaustausch in und zwischen Unternehmen.

Aus dem Artikel: Wie die Digitalisierung Wirtschaft und Verwaltung revolutioniert
Digitalisierung der Wirtschaft – ifo Institut ⇧

Warum sind digitale Innovationen für die Wirtschaft unverzichtbar?

Digitalisierung macht Arbeit in zahlreichen Branchen und Geschäftsbereichen wesentlich effizienter, schneller, reibungsloser und transparenter, weswegen es sich heutzutage im Grunde genommen so gut wie kein zukunftsorientiertes und vor allem international tätiges Unternehmen mehr leisten kann, auf eine aktuelle und angemessene digitale Infrastruktur und ebensolche Kommunikationstechnologien zu verzichten.

Nicht zuletzt die globale COVID-19-Pandemie ab 2020 hat der Digitalisierung weltweit zu einem weiteren dynamischen Schub verholfen. Elektronische Heimarbeit („Homeoffice“) sowie Video- und Telefonkonferenzen waren plötzlich für viele Unternehmen die einzige Möglichkeit, ihren Geschäftsbetrieb noch einigermaßen aufrecht zu erhalten, weshalb die entsprechenden Technologien so stark wie nie zuvor nachgefragt wurden.

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Unternehmen, die am Markt kurz-, mittel- und langfristig bestehen wollen, bleibt letzten Endes gar nichts anderes übrig, als sich der innovativen Kommunikationstechnologien und künstlichen Intelligenz so schnell und gründlich wie nur irgendwie möglich zu bedienen. Versäumen speziell weltweit tätige Firmen hier den Anschluss, stehen sofort Dutzende von internationalen und innovativen Konkurrenten Schlange, um deren Platz einzunehmen.

Wirtschaftswachstum ist schon heute ohne Digitalisierung undenkbar

Alleine schon an der massiven Ausbreitung und Nutzung des elektronischen Handels in den letzten Jahren wird deutlich, dass aktueller und zukünftiger Wirtschaftswachstum ohne Digitalisierung kaum noch vonstattengehen dürfte. Dabei gehören gerade auch mobile Zahlungsdienste bereits in der Gegenwart nicht nur für den ungebremst wachsenden elektronischen Handel, sondern auch für die Finanzbranche zu global täglich millionenfach genutzten Services.

Anbieter von mobilen Zahlungsdiensten haben gewissermaßen schon ganze Ökosysteme um ihre mobilen Anwendungen herum geschaffen, in denen die Nutzer die meisten ihrer täglichen Aktivitäten wie etwa den Kauf von Flug- und Zugtickets, die Bezahlung von Rechnungen, Buchung von Hotelzimmern, Bestellung von Taxis oder Essenslieferungen und den Einkauf von Lebensmitteln organisieren können.

Mit der dynamisch wachsenden digitalen Wirtschaft haben sich E-Commerce und digitale Dienstleistungen in vielen Branchen explosionsartig entwickelt. Da das Internet so weit verbreitet ist, ist es zum gängigen Kanal geworden, auf den sich Unternehmen verlassen, um Angebote rund um die Uhr zu vermarkten, detaillierte Informationen bereitzustellen und Transaktionen in Echtzeit durchzuführen.

Wie kann eine digitale Infrastruktur aufgebaut werden?

Mit dem kontinuierlichen Wachstum der digitalen Wirtschaft müssen Unternehmen neue Strategien entwickeln, die besser berücksichtigen, wie die Kunden und Verbraucher online recherchieren, mit Unternehmen interagieren sowie Waren und Dienstleistungen kaufen. Unternehmen aus dem stationären Handel, die bisher nicht über eine Online-Präsenz nachgedacht haben, setzen nun wegen der Expansion der digitalen Wirtschaft auf digitale Online-Strategien:

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Digitale Zahlungssysteme, Abonnements sowie automatische Rechnungen konzentrieren sich auf die Bequemlichkeit der Kunden und stellen regelmäßig Rechnungen für laufende Dienstleistungen. Marketing-Kampagnen müssen heutzutage auf Suchmaschinen, soziale Medien, E-Mail-Kampagnen und populäre Onlinepräsenzen zurückgreifen, um Kunden dort zu erreichen, wo sie häufig sind.

Mit Algorithmen, „Big Data“ (Datenbanken), maschinellem Lernen und automatisierten Prozessen, die die gesammelten Daten analysieren, gewinnen Unternehmen Erkenntnisse darüber, wie sie ihre aktuellen Prozesse ändern können, um mehr Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zufriedenzustellen. „Chatbots“, interaktive Online-Handelsplattformen und andere Formen der Künstlichen Intelligenz (KI) stellen sicher, dass Besucher und Online-Käufer das finden, was sie suchen, und den Service, den sie erwarten, auch ohne menschliche Interaktion erhalten.

Industrie 4.0

Die rasante Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft fundamental. Sie treibt unternehmerische Innovation, Produktivität und regionales Wirtschaftswachstum voran. Sie hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die politische Teilhabe. Und sie stellt neue Anforderungen an Bildung und Ausbildung. Von zentralem Interesse wird in Zukunft die Frage sein, wie schnell die Digitalisierung auch die europäische Industrie durchdringt (Industrie 4.0) und wie sie Produktivität, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit in verschiedenen Branchen weiter verändert. Gerade aus politischer Sicht ist die Fähigkeit der Menschen, sich über das Ausbildungssystem an eine sich verändernde Arbeitswelt anzupassen, von grundlegender Bedeutung.